MALORT

 

Das Malspiel nach Arno Stern

 1x in der Woche kommt er malende Mensch in den Malort, nimmt sich ein Blatt vom Stapel und sucht sich einen Platz an der Wand. Ich befestige es mit 4 Reisnägeln, 2 steckt er selbt hinein. Er geht zum Palettentisch in der Mitte des Raumes, nimmt sich einen Pinsel, taucht seine Spitze einmal in das dazugehörige Wasserschälchen und darauffolgend in das Farbnäpfchen und beginnt zu malen.

In den nächsten 60 Minuten kann sich eine einzigartige Äußerung entfalten. Das Gemalte ist im Gegensatz zum Kunstwerk an keinen Empfänger gerichtet. In der Geborgenheit des Malortes, ohne Ablenkung und Außendruck und durch die wertfreie Haltung der betreuenden Person, entsteht eine besondere Äußerung. Wenn Menschen malende ihren Impulsen folgen können, tritt weltweit die gleiche Entwicklung von Formen und Strukturen auf, die aus einer inneren Notwendigkeit entsteht. Arno Stern nennt dieses Phänomen "Formulation.

"Das einmalige an der Formulation besteht darin, dass sie über alles Beabsichtige hinaus, über Gefühle, Erlebnisse und Empfindungen, auch Ausdruck dessen ist, was in der organischen Erinnerung aufgezeichnet ist und wofür es keine andere Ausdrucksmöglichkeit gibt". (Arno Stern)

Dafür sind einige Bedingungen notwendig:

  • ein geschützter Raum (ohne Beobachter und Ablenkung)
  • Malen ohne Vorgabe
  • altersgemischte Gruppen (um Vergleiche und Leistungsdruck möglichst wegzulassen)
  • keine Kommentare zu den Bildern
  • jeder malt alleine auf seinem eigenen Blatt und gleichzeitig benutzen alle gemeinsam den Palettentisch, so entsteht Verbundenheit mit allen Anwesenden
  • Betreuung durch den Malortdienenden bedeutet keine Belehrung oder Animation, aber handwerkliche Hilfeleistungen und dienende Handreichungen, so dass der Malfluß nicht unterbrochen werden muss

Es gibt kein Spiel ohne Regeln:

  • Der richtige und achtsame Umgang mit dem Material ist wichtig. So wird es geschont und ist länger halbar. Der Verstand bekommt eine Beschäftigung und die Spur kann so spontan und leicht auf dem Papier entstehen.
  • Die gemalten Bildern verbleiben im Malort! Sie stellen keine Kunstwerke dar, die betrachtet werden wollen. Die Spur des Einzelnen wird so geschützt vor Kommentaren und Interpretationen.
  • Von der Notwendigkeit der Kommunikation befreit, entsteht die Spur des Einzelnen, die wiederum einem Universalgefüge angehört. Das Malspiel ist eine Erfüllung für jeden Menschen, es bewirkt aber vor allem lustvolles Tun und Freude.


Infos auch unter Facebook: Malort

Kursangebot

für Menschen von ca. 4-104 gemeinsam

 

1x pro Woche ab Montag,  12. September 2016

17:00-18:00 Uhr


Schnuppern ist jederzeit bei Voranmeldung möglich!

 

Beitrag: Anmeldung für ein Semester!!  12,- Euro pro Stunde

Ab 2 Personen/Familie vergünstigter Tarif!

Jüngere Kinder können auch mit 1/2 Stunde Malspiel beginnen!

 

Malortdienende und Anmeldung:

Marianne Mairhofer 0664/4118867

mail@praxis-mairhofer.at